Anstellung, Minijob oder Honorar
Im Fitnessbereich gibt es drei Beschäftigungsformen nebeneinander. Festangestellte bekommen ein Monatsgehalt. Minijobs werden zum Beispiel für Empfang, Theke und einzelne Kurse ausgeschrieben. Für sie gilt 2026 eine Verdienstgrenze von 603 Euro im Monat. Kurs- und Personal Trainer arbeiten oft auf Honorar, dann zahlst du Steuern und Versicherungen selbst. Vergleiche nur Angebote derselben Form miteinander.
Für Angestellte gilt der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde seit dem 1. Januar 2026 und 14,60 Euro ab dem 1. Januar 2027. Frag, ob ein Tarifvertrag gilt. Wenn nicht, wird das Gehalt frei verhandelt.
Bei Honorartätigkeit lohnt sich ein Blick auf deine Kosten: Anfahrt, eigene Versicherungen, Ausfall bei Krankheit und Zeiten ohne gebuchte Kurse. Ein hoher Honorarsatz pro Stunde ist deshalb nicht direkt mit einem Stundenlohn in Anstellung vergleichbar.
Variable Anteile
Manche Studios zahlen Prämien für abgeschlossene Mitgliedschaften oder verkaufte Zusatzpakete. Lass dir erklären, wie die Prämie berechnet wird, ob es Ziele pro Monat gibt und was passiert, wenn du sie nicht erreichst. Kurse werden teils pro Einheit vergütet. Rechne dann den Stundenlohn inklusive Vorbereitung aus.
Frag auch, ob Personal-Training-Stunden, die du im Studio gibst, extra vergütet werden oder in deiner Arbeitszeit enthalten sind. Das sollte im Vertrag eindeutig stehen.
Was die Spanne erklärt
- Qualifikation: Ausbildung, Studium und anerkannte Trainerlizenzen verbessern die Verhandlungsposition.
- Aufgabenmix: Reine Theke wird anders bezahlt als Trainingsbetreuung oder Verkauf.
- Leitung: Studioleitung und Regionalverantwortung liegen deutlich darüber.
- Arbeitszeiten: Frühdienste, Abende und Wochenenden gehören dazu. Frag nach Zuschlägen oder Freizeitausgleich.
- Vorteile: Freies Training und Weiterbildungsbudget sind nützlich, ersetzen aber kein Gehalt.
Auch der Studiotyp zählt: Discountketten, Premiumclubs, Gesundheitszentren und kleine Spezialstudios arbeiten mit sehr unterschiedlichen Personalmodellen.
Beispielrechnung für den Vergleich
Vergleiche zwei Angebote immer auf Stundenbasis. Rechne bei Kursstunden die Vorbereitung, Musik- und Programmplanung und die Zeit vor und nach dem Kurs mit ein. Bei Prämienmodellen setzt du für den Vergleich nur den festen Teil an und betrachtest die Prämie als möglichen Zusatz. Frag auch, ob Teamtermine und Schulungen bezahlt werden.
Wenn ein Studio freies Training, Getränke oder Kleidung anbietet, notiere das getrennt. Solche Vorteile machen eine Stelle angenehmer, gehören aber nicht in den Gehaltsvergleich.
Gehälter auf dieser Seite
Bei Minijobs und Teilzeitstellen fällt der Jahreswert entsprechend niedriger aus.